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6.9.2012 15:58

Jordanien: Im Land der Kreuzritter

  • Hier kommen Kulturfans voll auf ihre Rechnung
Jordanien: Im Land der Kreuzritter

Die jahrtausendealte Felsenstadt Petra, unzählige römische Ausgrabungen, biblische Stätten und Kreuzritterburgen: Der Wüstenstaat im Nahen Osten ist ein Mekka für Kulturfans.

Angefangen hat alles mit Indiana Jones. Nachdem der heldenhafte Archäologe 1989 in seinem dritten Leinwandabenteuer Indiana Jones und der letzte Kreuzzug in einem aus dem blanken Fels gehauenen, kirchenartigen Tempel agierte, war die Neugier des breiten Publikums geweckt. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei dem Monument um keine Hollywood-Kulisse, sondern um ein reales Bauwerk in der Felsenstadt Petra in der jordanischen Wüste handelte. Ein Touristen-Run auf die sagenhafte Sehenswürdigkeit hob an, der bis heute mehr oder minder ungebrochen anhält. Es war die bislang letzte Neu-Entdeckung dieser weltweit einzigartigen Stadt im Fels, deren Geschichte mehr als 2.500 Jahre zurückreicht.

Nach archäologischen Befunden war das extrem felsige, zerklüftete Hochtal, das etwa auf halber Strecke zwischen dem Roten und dem Toten Meer liegt und in dem sich Petra befindet, bereits vor 9.000 Jahren besiedelt. Etwa um 500 vor Christus zog das Volk der Nabatäer hierher und begann, an der strategisch günstig gelegenen Kreuzung mehrerer Handelswege eine Stadt zu errichten: Petra. Dabei wurden einerseits herkömmliche Bauten im Schutz der mehrere Hundert Meter hohen Felslandschaft errichtet und zum anderen auch Bauten direkt aus den Felsen herausgeschlagen. Doch mehrere Erdbeben zerstörten die Stadt, und die Überlebenden verließen Petra. Im 12. Jahrhundert entdeckten Kreuzritter die Stadt neu und errichteten mehrere Burgen in ihrer Umgebung, verließen diese allerdings schon nach relativ kurzer Zeit wieder, und Petra fiel erneut in einen Dornröschenschlaf. Vor exakt 200 Jahren, 1812, schließlich entdeckte der Schweizer Abenteurer Jean Louis Burckhardt die bereits sagenumwobene Stadt erneut – ein Umstand, der heuer groß gefeiert wird. In den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts begann die touristische Erschließung des Gebietes. Aber erst mit Indiana Jones wurde eine weltweite Öffentlichkeit auf Petra aufmerksam und bringt diesem archäologischen Weltwunder seither die Wertschätzung entgegen, die es verdient.

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6.9.2012 15:58
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